Gemeinsam Trommeln und Tanzen

 

Afrikanische Perkussion und Tanz als Perspektive auf Tod und Neues Leben

 

“Wo immer der Tanzende mit dem Fuß auftritt, da entspringt dem Staub ein Quell des Lebens.” - Dschalal ad-Din Muhammad Rumi

Kaum ein Thema wird in den verschiedenen Kulturkreisen unterschiedlicher behandelt als der Umgang mit dem Tod. Die Veranstaltungen, die im November und Dezember in der Kleinstadt Waldheim stattfinden werden, sollen einen Einblick in die Rituale geben, die den Menschen in Uganda und weiteren Teilen Afrikas den Umgang mit dem Tod ihrer Angehörigen erleichtern. Hierfür wird Joseline Amutuhaire den Gästen eine Einführung in die afrikanischen, vor allem die ugandischen, Todestänze geben und anschließend mit ihnen zusammen einstudieren. Die Todestänze werden in Teilen Afrikas, wie beispielsweise Uganda, traditionell bei Beerdigungen durchgeführt. ” Im zweiten Teil des 2-Tages-Workshops bietet sich den Teilnehmenden die Möglichkeit bei einem Trommelworkshop mit dem professionellen Trommler T. Ondrusek zusätzlich noch einen Einblick in die Welt der afrikanischen Musik zu erhalten. Der Workshop soll zeigen, dass eine interkulturelle Beschäftigung mit dem Thema “Tod und Neues Leben” Hindernisse und Vorurteile abbauen kann und somit das interkulturelle Leben, vor allem in der sächsischen Kleinstadt, verbessert werden kann. Hierfür werden an dem Projekt auch weitere Menschen, die aus Guinea, Eritrea und Kamerun stammen und heute in Waldheim leben, teilnehmen. Unterstützend wird es außerdem einen Vortrag zum Thema “Tanz ums Grab” geben, der die Themen Interkulturalität und Tod erneut aufgreifen wird. Die Veranstalter möchten mit diesem Projekt symbolisch den Tod, in Form des Tods des Intellekts, des fruchtbaren Austauschs etc., mit neuem Leben, neuem Wissen, Informationen und Austausch, entgegentreten. 

 

Aus diesem Grund wird es eine zweite Veranstaltung im Dezember geben. An diesem Tag werden afrikanische Musikintrumente gebastelt und darauf aufbauend wird es eine Einführung in die afrikanische Musik und Lebenswelt geben. Außerdem wird den Teilnehmenden in einer Podiumsdiskussion die Möglichkeit gegeben sich über die Fragen, was Tanz bewirken kann und wie er dazu beitragen kann, dass neues Leben entsteht, auszutauschen. Abends wird das Projekt mit einem Abschlusskonzert der Band “Ugandan Dancers Band” abgeschlossen, bei denen die Gäste außerdem die von ihnen erarbeiteten Tänze und Trommelrhythmen präsentieren werden. Neben den Workshopteilnehmern sollen auch alle anderen Besucher die Möglichkeit bekommen aktiv zu werden um so motiviert zu werden auch das Leben in ihrer eigenen Gemeinde mitzugestalten und Xenophobie zu verhindern.