Mach Salon meets KünstlerMixTape


KünstlerMixTape


FAIR.WANDELN - GUTE IDEEN & ENGAGEMENT LAB meets KünstlerMixTape

 

"Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Leben" - Mahatma Gandhi

 

„Tod und Neues Leben“ läßt sich – insbesondere für junge Erwachsene in ländlichen Räumen – auch als Metapher lesen. Ganze Landstriche im Osten Deutschlands sind in den vergangenen Jahren förmlich abgestorben, als nach der innerdeutschen Grenzöffnung 1989 immer mehr der jungen Menschen zu den westdeutschen Arbeitsplätzen abgewandert sind und nach 2000 in der Schwarmstadtbewegung die Großstädte zum Ziel geworden sind. Ohne die  Jugend aber mit ihren Ideen, ihrem moralischen und zivilgesellschaftlichen Engagement und ihrer Lebensfreude stirbt ein Landstrich. Und wenn die Hälfte der jungen Frauen weg ist, dann reduziert sich auch die Kinderzahl und es verstärken sich die demographischen Folgeschäden. Umso wichtiger ist, nicht einfach bloß auf „Neues Leben“ zu hoffen, sondern die Voraussetzungen hierfür tatkräftig in die Hand zu nehmen. Dem dient das Laboratorium „Verwandlung einer toten Stadt in ein lebendiges Gemeinwesen in Fairness und Zuversicht“ kurz: das „FAIR.WANDELN – Gute Ideen und Engagement Lab“ mit seinen zwei Veranstaltungen: einem Open Space Strukturwandel mit dem Filmregisseur Professor Renè Harder aus Hamburg, und einem Psychologen und einem KünstlerMixTape.

Im Mittelpunkt des ersten Teil des Projektes „FAIR.WANDELN“ steht ein noch nicht fertiger Film des Hamburger Film- und Theaterregisseurs René Harder mit dem Titel “Geld oder Leben. Glück und Kinder sind unbezahlbar”.

Gemeinsam mit einem Psychologen wird es nach den Impulsbeiträgen der beiden Referenten einen Open Space mit dem Leitmotiv „Beteiligung und Tod – Clash von Strukturwandelprozess, Kultur und jungem Engagement“ geben. Hierzu werden die Räumlichkeiten mit einer Ausstellung eines jungen Künstlers des Studienganges Kultur und Management an der Hochschule Zittau/Görlitz eröffnet. In dieser Open-Space-Veranstaltung gibt es, über die Präsentation verschiedener Beteiligungsinitiativen hinaus, die Möglichkeit sich als junger Mensch aus dem ländlichen und städtischen Raum ideen- und energiemäßig einzubringen. Die Ideen werden von angehenden Kommunikationspsychologen und Engagierten der Region angemessen professionell in kommunikativen Mini-Labs gesammelt. Anschließend werden diese unter Einsatz schwarmintelligenter Fokusgruppen ankopplungsfähig aufbereitet.

Besonders angesprochen werden sollen die rund 500 in der Lausitz einen Wandel

fordernden Fridays-for-Future-TeilnehmerInnen und somit gezielt eingeladen werden. Ein Team junger Querdenkerinnen und Querdenker entwickelt und betreut die Infrastruktur für die beteiligungsorientierte Projektarbeit. Hierbei wird gelebt, was allgemein gewünscht wird: Basisdemokratie und Agilität. Der gesamte Prozess wird via moderner Medien teils sogar live dokumentiert.

In das KünstlerMixTape, dem zweiten Teil des Projektes „FAIR.WANDELN“, gehen die Impulse des erstens Teils ein. Neben dem allgemeinen intergenerationalen, interkulturellen, intersozialen und stets kunstbezogenen Austausch, widmet sich der Tag dem Thema „Neues Leben in schweren Zeiten – The winter is coming“. Im Sommer blüht die Lausitz kulturell auf, in den Wintermonaten herrschen viele Monate Kulturflaute. Beim Künstlermixtape wirken verschiedene Kunstrichtungen zusammen, die in Form von kleinen Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Stadt gleichzeitig stattfinden. Dabei gibt es neben den künstlerischen Angeboten und Mitwirkmöglichkeiten immer wieder Raum für Austausch. Dieses Veranstaltungsformat soll ein lautstarkes Zeichen dafür setzen, daß die jungen

Generationen nicht nur am Freitag auf die Straße gehen um laut zu protestieren, sondern dass sie in einer der herausforderndsten Regionen Deutschlands leben – in Vielfalt geeint, um gemeinsam FAIR zu WANDELN.