Von alter Tankstelle zu einer Glückstankstelle

Von alter Tankstelle zum „Tempel der Kulturen“/ Umwandlung einer Tankstellenruine zu einer Glückstankstelle

 

Eine Metamorphose ist eine Gestaltwandlung, die durch eine Änderung des physikalisch-chemischen Gleichgewichtszustandes hervorgerufen wird. Bevor ein Lebewesen durch sie seine vollständige Entwicklung erreicht, durchläuft es mehrere Stadien. Die in die Jahre gekommene, marode Tankstelle in Hochkirch wird einem solchen Umwandlungsprozess erfahren. Gegenwärtig ist sie ein schmuckloses Objekt mit verwitterten Wänden, welches keine Nutzung erfährt. Gemäß einer Metamorphose befindet sich die Tankstelle in einem Stadium des Stillstandes, in einer Ruhephase, aus der sie nun ins Leben geholt wird. Die Tankstelle erhält eine Sitzgelegenheit und wird mit mehrjährigen Pflanzen begrünt. Die Wände erhalten Mosaikbilder, deren Ornamente von verschiedenen Kulturen und Kontinenten inspiriert sein werden. Hierfür wird im ersten Teil des Projektes, der für November angedacht ist, eine Ko-kreative Gestaltung der Mosaikelemente zum Thema des Todes vorgenommen. In einem zweiten Teil des Projektes im Dezember wird dann eine Ko-kreative Gestaltung der Elemente zur Thematik des Neuen Lebens vorgenommen. Beide Vorgänge verstehen sich als eine Art der Performance, die aufgezeichnet und in einem Kurzfilm festgehalten wird. Dem symbolischen Tod der Tankstelle folgt also durch die Ko-kreative Metamorphose Neues Leben. Das Projekt bietet den Raum für freie Sinnfindung in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Tod und Neuem Leben. Diente das Gebäude einst dem Tanken von Kraftstoffen, so wird es künftig ein weiterer Ort der Begegnung sowie des Wahren, Guten und Schönen in Hochkirch sein.

 


Jugend gestaltet Tankstellengarten, Foto: Projekt Tod und neues Leben 2019
Jugend gestaltet Tankstellengarten, Foto: Projekt Tod und neues Leben 2019